Key Learnings
Finanzielle Sorgen spüren wir im Körper – nicht nur im Kopf.
Stressregulation hilft, Ruhe und Überblick zurückzugewinnen.
Finanzielles Wohlbefinden braucht mehr als Zahlen.
Warst Du schonmal in einer finanziell schwierigen Situation?
Hast Du schon mal erlebt, wie es sich anfühlt, wenn am Monatsende das Geld knapp wird, wenn ein Brief mit einer Nachzahlung vom Finanzamt kommt oder wie es sich anfühlt, abhängig von einer/m Partner*in oder Job zu sein?
Was für ein Stress! Und dieser Stress äußert sich nicht nur in unseren Gedanken sondern auch in unseren Körpern. Es schnürt uns zum Beispiel die Kehle zu, wir haben ein ungutes Gefühl im Bauch, wir spüren eine Last auf den Schultern, etwas schnürt uns die Brust zu, zieht uns den Boden unter den Füßen weg, oder die Knie werden weich… Dass es zig Redewendungem im Deutschen dafür gibt, ist kein Zufall, denn unser Körper reagiert auf (finanzielle) Sorgen ähnlich wie auf körperliche Gefahr.
Wenn Du Dich an finanziell schwierige Situationen oder Phasen in Deinem Leben zurückerinnerst oder auch falls Du Dich gerade darin befindest – spür einmal hinein…
Wie reagiert Dein Körper auf finanzielle Sorgen?
Wo fühlst Du etwas? Im Kiefer? Nacken und Schultern? Im Bauch?
Unsere Gefühle sind definitiv nicht nur im Kopf. Sie zeigen sich auch im Körper, denn unser Nervensystem reagiert auf jede Art von Bedrohung. In der Steinzeit war das vielleicht ein wildes Tier, heute kann es genauso gut Dein Kontostand oder eine unerwartete Rechnung sein. Unser Körper unterscheidet nicht zwischen einem Löwen und einer “finanziellen Gefahr”. In beiden fällen aktiviert er das gleiche Programm: Flucht, Kampf, Erstarren
- Im Kampfmodus willst Du vielleicht sofort handeln, Überstunden machen, alles kontrollieren oder einfach Deine Wut rauslassen
- Im Fluchtmodus willst Du Dich vielleicht ablenken, Briefe nicht öffnen, gar nicht mehr auf Dein Konto schauen aus Angst vor der Wahrheit.
- Im Erstarren Modus magst Du dich wie gelähmt fühlen und weißt gar nicht wo Du anfangen sollst.
Natürlich sind Kampf, Flucht und Erstarren-Reaktionen bei jedem Menschen anders aber sie sind menschlich, und z.B. bei körperlichen Gefahren auch überlebenswichtig – aber langfristig gesehen rauben sie uns oft Energie und Klarheit.
Was kannst Du tun, wenn Dich finanzielle Sorgen belasten?
Der erste Schritt ist das Bewusstwerden. Beobachte, wie Dein Körper reagiert. Spürst Du Anspannung im Kiefer? Im Nacken- oder Schulterbereich? Unruhe in den Beinen oder etwas anderes?
Im zweiten Schritt geht es um Regulation – also darum, Deinen Körper wieder in ein Zustand gefühlter Sicherheit zu bringen. Dafür gibt es viele verschiedene somatische Übungen, die Du ausprobieren kannst. Hier eine kleine Auswahl:
- Wenn Dein Kiefer angespannt ist, streiche sanft die untere Hälfte Deiner Ohrmuschel von oben nach unten aus, in einer Art Melk-Bewegung. Das ist eine meiner Lieblingsübungen!
- Wenn Du vor einer Situation oder Handlung am liebsten flüchten willst, finde einen ruhigen Ort, bewege Deine Beine und Arme im Stand oder in Sitzhaltung eine Minute lang als würdest Du joggen und beschleunige in der zweiten Minute für einen Sprint.
- Wenn Du Dich leer oder überfordert fühlst, kann Wärme helfen – eine Wärmflasche, ein warmes Bad oder eine Umarmung.
Solche und ähnliche Gesten signalisieren Deinem Nervensystem: “Ich bin sicher. Ich darf zur Ruhe kommen.”
Warum beeinflusst Dein körperlicher Zustand Deine Finanzentscheidungen?
Wenn Du gestresst bist, reagierst Du oft automatisch – oft aus Frust, Angst oder Mangel heraus. Das kann dazu führen, dass Du überstürzt Entscheidungen triffst oder wichtige Dinge aufschiebst. Achtsamkeit kann Dir helfen, kurz mal innezuhalten bevor du handelst. Sie bringt Dich in Kontakt mit Deinem Körper und Deinen Bedürfnissen. Und genau das ist in meinen Augen die beste Basis für gute Entscheidungen.
Zusammengefasst bedeutet das also, wenn Du lernst, wie Du Dein Nervensystem beruhigen kannst, kannst Du in schwierigen Situationen klarer denken, Prioritäten setzen und finanziell besser handlungsfähig sein.
Wie hängen Zahlen, Körper und Mindset zusammen?
Für mich wird finanzielle Wohlbefinden von drei Säulen gestützt.
- Klarheit in den Zahlen: Verstehe, was reinkommt und wo Dein Geld hin fließt.
- Mindset stärken: Entwickle eine liebevolle, realistische Haltung zu Geld – frei von Scham oder Selbstkritik.
- Körper wahrnehmen: Übe Dich darin, Dich in Stressmomenten zu beruhigen und in Deine Kraft zurück zu kehren.
Wenn Du diese drei Punkte berücksichtigst, kannst Du gelassener, bewusster und langfristig stabiler mit Geld und finanziellen Widrigkeiten umgehen.
Wie kann mein Coaching Dich dabei unterstützen?
Natürlich geht es in meinem Coaching um Zahlen und Fakten, aber eben auch um das, was hinter Deinen finanziellen Entscheidungen steht: Deine Gefühle, Glaubenssätze und körperlichen Reaktionen.
Ich biete Dir einen geschützten Raum, in dem Du lernen kannst, Deine Finanzen zu verstehen, Deine innere Haltung zu verändern und mit mehr Ruhe und Vertrauen Entscheidungen zu treffen. Wenn Du Dir genau das wünschst, buch Dir gern ein kostenloses Kennenlerngespräch und wir schauen gemeinsam, wie Du Schritt für Schritt mehr finanzielles Wohlbefinden in Dein Leben bringen kannst.
